Corona-Homeschooling-Serie (#4): Tipps für den Schulalltag zu Hause

Tipps für den Schulalltag zu Hause

Wir haben eine Sammlung an Tipps zum Schulalltag zu Hause zusammengestellt. Der normale Alltag beinhaltet ganz viel Struktur und viele Rituale, denen man sich gar nicht bewusst ist. Erst, wenn der normale Alltag drucheinander gerät, realisiert man, wieviel Ordnung und Halt geregelte Abläufe bieten. Dies ist für die Kinder auch gerade in dieser herausfordernden Situation wichtig. Es strukturiert nicht nur den Tag, sondern gibt auch Sicherheit. Kinder brauchen Sicherheit – in verlässlichen Beziehungen und in verlässlichen Strukturen. So können ganz viele unnötige Herausforderungen und Schwierigkeiten vermieden werden.

Anbei finden Sie eine Sammlung von Tipps, die für die momentane Situation hilfreich sein können:

Struktur und Rituale

Achtet in eurer Familie auf die nötige Struktur und die passenden Rituale. Dies ist wichtig, damit die Primar- wie auch die SekundarschülerInnen Orientierung haben.

    • geregeltes Aufstehen
    • geregelte Mahlzeiten
    • geregelte Arbeitszeiten, inklusive Pausen
    • geregelte Schlafenszeiten
    • geregelter Handykonsum (wichtig: wenn das Handy nicht zum Fernunterricht gebraucht wird, dann während der Arbeitszeit weglegen)

Konzentration und Pausen

Spätestens nach 30 Minuten ist  eine kurze Pause von 5 Minuten nötig, bei jüngeren Kindern früher. Fehlt diese Pause, sinkt die Konzentrationsfähigkeit nach und nach ab. Es hilft enorm, die Lernzeiten für die Schule zu strukturieren. Wo es die Möglichkeit gibt, Pausen gemeinsam zu gestalten, ist dies für die Kinder hilfreich und motivierend.  Die Durchschnittwerte für die Konzentration variieren je nach Alter:

    • 5-7 Jahre: ca. 15 Minuten
    • 8-9 Jahre: ca. 20 Minuten
    • 10-12 Jahre: ca. 25 Minuten
    • ab 12 Jahren: ca. 30 Minuten

Frische Luft

Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler frische Luft schnappen. Vieles läuft nun am Compter, Tablets oder an den Handys ab. Umso mehr, brauchen der Kopf und die Augen genügend Ruhe und frische Luft, um zu enstspannen.

Ämtlis

Es schadet nicht, wenn die Schülerinnen und Schüler zu Hause mithelfen und/oder in dieser Zeit auch ein bisschen mehr anpacken.

    • Mitkochen oder Mahlzeiten ganz übernehmen (ev. lohnt es sich auch für diese Zeit, einen Wochenessplan zu erstellen)
    • Zimmer reinigen, Wäsche zusammenlegen und versorgen, etc…

Wochenplan

Auch jetzt, wo das Leben entschleunigt wird und zum Teil ganz still steht (keine Vereinsaktivitäten, viel weniger Termine, etc…), ist es sinnvoll, die Woche zu planen. Ein Plan gibt auch den Kindern einen Überblick und schafft auch für sie Ordnung in die Woche. Es gibt Unterbrüche, die der Entspannung dienen und schafft auch Ereignisse, auf die man sich gemeinsam freuen kann.

    • gemeinsam ein besonderes Essen geniessen
    • gemeinsame Spielzeiten
    • gemeinsam Zeit draussen verbringen
    • gemeinsame kreative Zeiten
    • gemeinsame Kuschelzeiten
    • etc.

Empfehelnswert ist es, einen Wochenessplan zu erstellen. Dies erspart viel Energie, die man kurzfristig für Einkaufen und Menues aufbringen muss.

Lernen im Alltag

Der Alltag bietet so viel Gegelenheit zum Lernen. Nutzt doch diese Chance, eure Kinder am Leben teilhaben zu lassen und von den Prozessen im Alltag direkt zu lernen (Bsp: Finde heraus, warum Kartoffeln im Dampfkochtopf schneller gar sind als wenn man sie normal kocht…)

 

 

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